Mehr Kompetenz für Bangladesch

19. April 2013

DeltaComposite

KÖLN/DHAKA. Die Textilindustrie in Bangladesch kämpft nach den schweren Unfällen in zahlreichen Produktionsstätten ums Überleben. Die Fabriken vor Ort brauchen so schnell wie möglich praxisorientierte Konzepte zum Aufbau neuer Produktionsstrukturen. Das hat die gsm Global Sustainable Management GmbH, langjähriger Experte für nachhaltiges Produzieren, schon länger erkannt und bereits im Frühjahr 2012 ein Projekt ins Leben gerufen, das innovative und praxisnahe Konzepte für mehr Arbeitssicherheit und giftfreie Produktionen in den Fabriken verankern soll.

In Zusammenarbeit mit dem Bangladesh Center for Advanced Studies (BCAS) berät und schult das Unternehmen zwölf ausgewählte textile Produktionsbetriebe im Hinblick auf Arbeitssicherheit sowie den Umgang mit Chemikalien. Das über zwei Jahre laufende PPP-Projekt, durch die Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG) aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitfinanziert, zielt neben praktischen Verbesserungsmaßnahmen auf die Schaffung eines Problembewusstseins, den Aufbau lokaler Kompetenzen sowie den Dialog zwischen Management und Arbeitern.

Zentrale Ziele des Projekts sind die Einführung von Systemen zur frühen Identifikation, Kontrolle und Vermeidung von gefährlichen Stoffen, ihre angemessene Lagerung und Handhabung sowie Maßnahmen zur allgemeinen Arbeitssicherheit. "Die Fabriken brauchen dringend präventive Systeme und klare Verantwortlichkeiten", sagt gsm Projektleiter Florian Tiedtke. Nach mehreren Monaten intensiver, strategischer Arbeit mit den Betrieben vor Ort, hat jetzt jeder Teilnehmer einen individuellen Aktionsplan und kann in die praktische Projektphase starten.

In ihrem Erneuerungsprozess werden die Pilotbetriebe intensiv betreut und angeleitet von gsm-Experten oder kompetenten Partnern des BCAS. So wird Schritt für Schritt eine Ablaufroutine entwickelt, die sich fest etablieren soll. "Bereits jetzt, zur Halbzeit des Projekts, erkennen die teilnehmenden Betriebe, wie die neuen Ansätze die Produktions- und Arbeitsbedingungen verbessern. Langfristig werden sie weitere wirtschaftliche und qualitative Verbesserungen nach sich ziehen", sagt Tiedtke. Projektinitiator gsm und alle Beteiligten hoffen, mit dem Projekt eine Vorreiterrolle einzunehmen und  Handels- und Markenunternehmen zu motivieren, in den Aufbau verlässlicher Lieferantenbeziehungen in Bangladesch zu investieren.

 

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