Unternehmerische Sorgfaltspflicht -
Due Diligence for Responsible Business Conduct

Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeiten identifizieren

von Ferdinand Josephi

Wenn es um Due Diligence geht, denken viele Unternehmen in erster Linie an Unternehmensrisiken wie Finanzrisiken, Marktrisiken, usw. Die OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business Conduct (RBC) bezieht sich jedoch auf die Wahrscheinlichkeit negativer Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Gesellschaft, die durch eine unternehmerische Geschäftstätigkeit direkt oder indirekt verursachen werden. Das Konzept der verantwortungsvollen unternehmerischen Sorgfaltspflicht ist somit vielmehr als ein präventiver Risikoansatz als eine Reaktion auf negative Auswirkungen zu verstehen. Es handelt sich um eine Kombination aus Prozessen und proaktiven Maßnahmen.

Die OECD-Empfehlungen zur Sorgfaltspflicht können daher als eine Hilfestellung angesehen werden Risiken von negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit der eigenen Lieferantenkette oder eingesetzten Rohstoffen zu identifizieren, zu bewerten und zu vermeiden. Es gibt für mehrere Sektoren Leitlinien mit gemeinsamen Grundsätzen, die auf jeden Akteur individuell angewendet werden können. Gleichzeitig werden aber auch die Notwendigkeit sinnvoller Multi-Stakeholder-Engagements hervorgehoben.

Die Einführung eines effektiven Due Diligence Managementsystems, dass sich über die gesamte Lieferkette erstreckt ist der beste Weg um eine verantwortungsvolle unternehmerische Sorgfaltspflicht sicherzustellen. Die Implementierung eines solchen Systems und seine Integration in bestehende Unternehmensprozesse können zusätzliche betriebliche Vorteile bringen und dazu beitragen, Risiken zu reduzieren und die negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens zu verringern.

Darüber hinaus besteht die Wahrscheinlichkeit, dass gesetzliche Regelungen in Bezug auf die unternehmerische Sorgfaltspflicht zunehmen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es für Unternehmen wichtig, frühzeitig zu erkennen wo mögliche Risiken des eigenen Handelns erkennbar sind (z.B. durch eine Risikoanalyse) und dabei alle Interessengruppen zu berücksichtigen (z.B. durch Stakeholder-Engagement).

OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business Conduct

Gemäß der OECD Guidance 2018 lässt sich die verantwortungsvolle unternehmerische Sorgfaltspflicht wie folgt charakterisieren:

  • ist präventiv.

  • umfasst mehrere Prozesse und Ziele.

  • ist dem Risiko angemessen (risikobasiert).

  • kann Prioritäten setzen (risikobasiert).

  • ist dynamisch.

  • verlagert Verantwortlichkeiten nicht.

  • richtet sich nach international anerkannten Standards.

  • ist an die Umstände eines Unternehmens angepasst.

  • kann an die Beschränkungen bei Geschäftsbeziehungen angepasst werden.

  • beinhaltet eine ständige Kommunikation.

Downloads

OECD (2018), OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business Conduct


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