Neue Einstufung von Formaldehyd

20. Juni 2014

Foto: Guenter Hamrich/pixelio.de

BRÜSSEL. Nach langen Debatten ist die Einstufung von Formaldehyd als krebserzeugender und mutagener Stoff offiziell. Bislang war das Gas mit dem stechenden Geruch nur als  "mit Verdacht auf karzinogene Werkung" bzw. als "möglicherweise krebserregend" kategorisiert.

Ab dem 1. April 2015 gilt der geänderte Anhang VI der Verordnung EU 1272/2008, der Formaldehyd eine Gefahrenkategorie höher einstuft. Die Neueinstufung beruht hauptsächlich auf nachgewiesenen krebserregenden Wirkungsweisen des Stoffes bei Tieren, deren Auftreten auch bei Menschen wahrscheinlich ist.

Formaldehyd wird in der Textilindustrie vor allem bei der Veredlung von Textilien, wie z.B. Knitterschutz-Ausrüstungen von Baumwolle, Faserschutzausrüstung bei Wolle oder zur Steigerung der Waschechtigkeit bei bestimmten Drucken eingesetzt.

Die neue Einstufung darf ab sofort verwendet werden und muss innerhalb der gesetzten Frist  für die zutreffenden Stoffe und deren Gemische umgesetzt werden. Damit werden auch neue Grenzwerte rechtlich verbindlich. Neben krebserregend können der Kontakt oder die Eintatmung größerer Mengen Formaldehyd auch allergen oder erbgutschädigend wirken.

 

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