Neue EU-Verordnung für PAK

13. Januar 2014

Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

BRÜSSEL. Gemäß der neuen EU-Verordnung 1272/2013 dürfen ab Dezember 2015 Konsumgüter nur dann auf dem europäischen Markt zugelassen werden, wenn ihr Gehalt an bestimmten, als krebserregend eingestuften polyzkklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) einen vorgegebenen Grenzwert nicht überschreitet. Die Grenzwerte gelten für Produkte, die Teile enthalten, die bei normalem Gebrauch mit der Haut oder der Mundhöhle in Berührung kommen, wie etwa Spielzeuge, Kleidung, Sportausrüstung etc.

PAk entstehen bei Verbrennungsprozessen von organischem Material wie beispielsweise Erdöl und sind auch in daraus entstandenen Materialien wie Kunststoff enthalten. In der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie sind PAK in bestimmten Weichmacherölen (z.B. für die Herstellung von Gummistiefeln), als Bestandteil von Azo-Farbstoffen für eine tiefe Schwarzfärbung oder für in textilen Veredlungsprozessen zu finden.

Für Erzeugnisse wie z.B. Sport- und Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Bekleidung oder Armbänder beträgt der Grenzwert 1 mg/kg für jede einzelne PAk-Verbindung. Für Spielzeug und Artikel für Babies und Kleinkinder wurde ein niedrigerer Wert von 0,5 mg/kg festgelegt.

In Zukunft werden diese Grenzwerte für alle Konsumgüter in Europa verpflichtend sein. Händler sollten deshalb ihre Lieferanten und Hersteller rechtzeitig über die neue Verordnung informieren, um ein Bewusstsein zu schaffen und ihnen Zeit zu geben, spezielle Verarbeitungsschritte für die Entfernung der PAK zu implementieren. 

 

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