gsm auf der INNATEX 35

04. August 2014

Foto: Innatex

HOFHEIM-WALLAU. Wie wirksam sind Labels für die Verbesserung von Sozialstandards in der Textilproduktion? Das hat gsm-Mitarbeiterin Lavinia Muth auf einer Paneldiskussion mit Experten aus Handel und Produktion diskutiert. Die lebhafte Debatte zum Thema "Sozialstandards in der Textilproduktion" fand im Rahmen der INNATEX 35, Europas größter Internationaler Fachmesse für Nachhaltige Textilien, in Hofheim-Wallau bei Frankfurt statt und wurde geleitet von RTL-Moderatorin Janine Steeger. Die zweimal jährlich stattfindende Nachhaltigkeitsmesse hatte diesmal das Thema Sozialverträglichkeit in den Mittelpunkt der Rahmenveranstaltungen gestellt.

Eine wirksame Verbesserung von Arbeitsbedingungen ist — gerade in Schwellenländern — durch die bestehenden Labels noch immer nicht gewährleistet. Vielmehr stiftet die zunehmende Zahl solcher Labels Verwirrung bei den Produzenten und Konsumenten. So wurde die Frage nach einem einheitlichen Label von den Diskussionsteilnehmern und dem Publikum lebhaft diskutiert. Heike Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft zeigte die Schwierigkeiten auf, verschiedene Initiativen und die Politik an einen Tisch zu bekommen. Lavinia Muth, Projektmanagerin bei gsm wies noch auf einen weiteren Aspekt hin: Noch seien keine einheitlichen Kontrollmechanismen gefunden, weil, wie z.B. bei der Definition von Kinderarbeit, kulturelle Unterschiede schwer zum Tragen kämen. Da könnten nicht einfach westliche Vorstellungen übertragen werden. 

Eine einfache Lösung gibt es nicht — darin sind sich alle Beteiligten einig. Aber eine breite Öffentlichkeit und der permante Austausch über das Thema, auch innerhalb der Branche, sind ein Schritt in die richtige Richtung und animieren Industrie als auch Konsumenten und Politik dazu, Verantwortung zu übernehmen.

 

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