PPP-Projekt Bangladesch

schadstoffarm

Chemikalien-Managementsysteme für die Textil- und Bekleidungsindustrie in Bangladesch

Das Projekt, das kofinanziert wurde von der Deutschen Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG) aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hatte sich zum Ziel gesetzt, in Textilfabriken in Bangladesch präventive Managementsysteme zu implementieren, um chemische Schadstoffe frühzeitig erkennen und ihren Einsatz verringern beziehungsweise ganz vermeiden zu können.

Überblick

 

Das Projekt startete im Frühjahr 2012 und zielte auf die Bildung lokaler Kompetenzen für den Einsatz und den Umgang mit gefährlichen chemischen Substanzen in der Textilindustrie von Bangladesch. In Kooperation mit dem Bangladesh Centre for Advanced Studies (BCAS) beriet und schulte gsm dreizehn ausgewählte Fabriken aus unterschiedlichen Stufen der Textil- und Bekleidungsherstellung. Schritt für Schritt wurden Verbesserungsmaßnahmen für ein systematisches Management von Chemikalien sowie für mehr Arbeitssicherheit eingeführt. Nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit ist das Projekt im Herbst 2014 erfolgreich beendet worden.

Hauptanliegen des Projekts waren:

  • Risikoeinschätzung und Klassifizierung der benutzen Chemikalien und chemischen Zubereitungen
  • Training und Bewusstseinsbildung für Pilotunternehmen
  • Aufbau von Kapazitäten und Train-the-Trainer-Programme
  • Entwicklung und Implementierung individueller Maßnahmen, um Materialien und Produkte in den Unternehmen zu sichern
  • Einführung eines Chemikalien-Management-Systems um Restricted Substances zu identifizieren, zu kontrollieren und zu verhindern
  • Verbesserung der Arbeitssicherheit


Das Projekt folgte einem präventiven Ansatz. Die Pilotunternehmen sind sich über Restricted Substances bewusst geworden und haben Wissen, praktische Werkzeuge und Methoden an die Hand bekommen, um gefährliche Substanzen bereits bei der Beschaffung und später im Produktionsprozess zu kontrollieren und zu vermeiden. 

Die Verantwortlichen erlangten unter anderem Detailwissen über ihre Wertschöpfungsketten, lernten, welche Dokumente vom Chemikalienhersteller oder den Lieferanten/Produzenten der Vorstufen verfügbar sein sollten, wie relevante Informationen aus Sicherheitsdatenblätter oder Lieferantenerklärungen gefiltert werden und wie diese Informationen zu bewerten sind. Entsprechende Management-, sowie Dokumentations- und Kommunikationsstrukturen wurden eingeführt, um langfristig Transparenz zu schaffen und die Einhaltung gesetzlicher und Kundenanforderungen zu gewährleisten.

Neben den Pilotunternehmen, wurde auch die lokale Partnerorganisation mit Seminaren, Workshops und umfangreichem Trainingsmaterial intensiv geschult. Sie ist zu einem kompetenten Trainer geworden, der in der Lage ist, das erlangte Wissen in der Branche weiter zu verbreiten.

Auf dem Abschlussseminar, das im vergangenen Oktober in Dhaka stattfand, wurde eine positive Bilanz gezogen: Fast alle Pilotunternehmen wollen die eingeführten Systeme weiter nutzen oder sogar ausbauen. Daneben zeigte sich ein großer Multiplikatoreffekt: Zahlreiche weitere Produzenten, Textilverbände und NGOs sind motiviert worden, in die gleiche Richtung zu arbeiten.

 

Für weitere Informationen zum Projekt, kontaktieren Sie den Projektleiter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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